USA & Kanada : Harvest

Harvest

EUR 5,66

  1. Out On The Weekend
  2. Harvest
  3. A Man Needs A Maid
  4. Heart Of Gold
  5. Are You Ready For The Country?
  6. Old Man
  7. There s A World
  8. Alabama
  9. The Needle And The Damage Done
  10. Words (Between The Lines Of Age)

HARVEST

1972 - ein musikalisch gutes Erntejahr - Harvest(Ernte) ist der erste Teil der Neil Young-Trilogie Harvest/Harvest Moon/Prairie Wind, die sich über 33 Jahre erstreckt. Und es ist Neil Youngs berühmteste Platte. Wer nur ein Album von ihm hat, hat meistens Harvest. Und wenn ein Neukunde fragt, welches Album von Neil Young besonders kaufenswert ist, sagt man Harvest. Neil Young selber bezeichnet (laut Sachtext auf der Rückseite) Harvest als his finest record, und es wurde 1972 auch Album des Jahres. Dazu beigetragen haben die Klassiker Heart of Gold und The Needle and the Damage done. Aber auch viele der Nicht-Hits auf diesem Album hätten verdient, Hits zu werden. Harvest geht zwar nur 38 Minuten (später hat Young weitaus umfangreichere CDs aufgenommen), aber man ist so ziemlich für jede Minute dankbar. Fazit: 1972 war aus Musikersicht ein erfolgreiches Erntejahr.

Warum ausgerechnet die ? - Ich könnte mir gut vorstellen, dass es Neil Young inzwischen selbst eher unangenehm ist, dass sich sein Weltruhm ausgerechnet auf dieses Album gründet.Dass viele Leute, sobald sie den Namen Neil Young hören an den leicht poppigen Countryrock von Harvest denken, wird einem Künstler der dutzende von beispielhaften Rockalben aufgenommen und seit mehr als 40 Jahren unbeirrt seine musikalischen Bahnen zieht, sicherlich nicht gerecht.Klar sind Heart of gold und Old man zeitlos schöne Songs, aber leider wird dabei sehr oft übersehen, dass der Mann sehr viel mehr kann.

...die beste???? - es war meine erste neil young platte, ich kaufte sie als sie rauskam. obwohl ich mittlerweile eine menge andere habe, ist sie DAS geblieben. klar, die songs sind nur songs, die texte mainstream. aber eine stimmung ist da drauf, wie auf sonst keiner - wenn jemand neil young sagt, höre ich im kopf diese klagende stimme von dieser scheibe, diesen schlapfenden rhytmus, mit jeder nummer verbinde ich erinnerungen an sommer, sonne, elegische momente. dies ist eine scheibe ohne höhepunkte, ohne ausbrüche, aber mit einer unglaublich lässigen, entspannten stimmung. jeder song eine perle, ein großes statement, ohne, dass man konkret sagen kann warum eigentlich.wie diese scheibe auf mich wirken würde, wenn ich sie jetzt das erste mal hören würde? kann es nicht beantworten, inwieweit diese faszination auf meine erinnerungen an eine schöne zeit, in der mich diese musik mitunter begleitet hat, zurückzuführen ist. denke aber doch, dass ein tieferes verständnis für den späteren neil young die kenntnis dieses werkes voraussetzt.gehört für mich zu den jahrhundertplatten, ein fixstern in jeder plattensammlung wie zb dark side of the moon....der sound ist etwas verwaschen, passt aber dazu. suggeriert zusätzlich sommer, weizenfelder, amerikanisches fly-over-country, der soundtrack für eine fahrt im abgefuckten ami-pickup durch arizona oder alabama - muss SO sein....

Eine der besten CDs der letzten 50 Jahre, - das ist schon mal sicher - und es ist noch nicht einmal seine Beste (das sind meiner Meinung nach Rust Never Sleeps und / oder Zuma). Aufgrund der Veröffentlichung von LIVE at the Massey Hall habe ich diese CD sofort entstaubt und mehrmals wieder gehört: es ist wirklich ganz erstaunlich, was damals (1972) geleistet wurde. OK, diese CD brachte Neil Young einen riesigen kommerziellen Erfolg und den Durchbruch als Singer / Songwriter, aber so richtig gewürdigt wurde sie dennoch nicht. Die Intensität aller Songs mit den Stray Gators (Ben Keith - Steel Guitar, Kenny Buttrey - Drums, Tim Drummond - Bass, Jack Nitsche - Piano + Slide Giutar und John Harris - Piano) wurde später nur selten übertroffen. Das London Symphony Orchestra veredelte A Man Needs A Maid und There Is A World und die zusätzlichen Gesangsstimmen von Linda Ronstadt und James Taylor sowie David Crosby, Stephen Stills und Graham Nash auf fast allen anderen Songs waren das sogenannte Tüpfelchen auf dem I. Diese CD sollte wirklich in keiner Sammlung fehlen. Das Booklet kommt mit allen Texten, die ebenso interessant sind wie die Songs (wer außer Bob Dylan kann solche Texte schreiben ?). Es wird z. Zt. so viel Hype um einige neue Gitarrenbands gemacht, die, zugegebenermaßen ganz gut sind, aber auch bald vergessen, wahrscheinlich. Diese CD aber bleibt im Ohr und im Herzen !!!

Wahrlich ein Meisterwerk. - Der Rolling Stone hat Harvest 2004 auf Platz 33 der besten Alben aller Zeiten gewählt, zu Recht. Neil Youngs wohl bestes Werk (neben After the Goldrush) ist eine nahezu perfekte Platte.Der Sound ist auch heute noch glasklar, das ganze Album hat so gut wie keinen Staub angesetzt. Der Gesang ist wunderschön kraftvoll und in den Balladen auch melancholisch und auch textlich ist das Ganze großartig (She s so fine, she s in my mind). Die orchestralen Einschübe sitzen perfekt und in Alabama erweist sich Young als Vater der Grungebewegung: Einen derartige Gitarrensound hat es bis dahin noch nie gegeben.Fazit: Ein Album ohne Schwächen, mit großartigen Songs - ein zeitloser Klassiker.




Harvest